Inizio > Rivista Antonianum > Articoli > Stamm Giovedì 05 dicembre 2019
 

Rivista Antonianum
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Foto Stamm Heinz-Meinolf , Recensione: Il processo penale canonico, coord., introd. e bibliogr. di Zbignew SUCHECKI, in Antonianum, 78/3 (2003) p. 605-606 .

Zum Strafprozessrecht der Kirche gibt es relativ wenig Literatur. In der letzten Zeit ist aber gerade dieser Zweig des kirchlichen Rechtes besonders wichtig geworden. Deshalb hat sich Suchecki, Professor an der Pontificia Universitas Lateranensis und an der Facultas Theologica „Sancti Bonaventurae“ ‚Seraphicum‘ in Rom, bereits in der Festschrift für Carl Gerold Fürst mit dieser Materie befasst: Il processo penale giudiziario nel Codice di Diritto Canonico del 1983, in: Ius canonicum in Oriente et Occidente, Frankfurt, 2003, S. 959-979.

Im vorliegenden Band ist es ihm gelungen, auf internationaler Ebene elf Professoren führender Universitäten sowie zwei Experten der höchsten kirchlichen Gerichtshöfe zur Zusammenarbeit zu gewinnen. Die Beiträge umfassen folgende Themenkreise: I) M. J. Arroba Conde (Pont. Univ. Lateran., Rom): Introduzione al processo canonico (S. 17-38)); II) R. Coppola (Univ. Bari): Diritto penale e processo: caratteri distintivi nel quadro delle peculiarità dell'ordinamento canonico (S. 39-60); III) A. G. Urru (Pont. Univ. "S. Tommaso" <"Angelicum">, Rom): Natura e Finalità della pena canonica (S. 61-73); IV) G. P. Montini (Supr. Trib. d. Segnatura Apost., Rom): Rimedi penali e penitenze (S. 75-101); V) A. D'Auria (Pont. Univ. Urbaniana, Rom): Delitto e imputabilità nell'ordinamento penale canonico (S. 103-129); VI) A. Mizinski (Univ. Lublin, Polen): Ruolo preminente dell'Ordinario nel processo penale canonico secondo la normativa del CIC del 1983 (S. 131-167); VII) A. Mizinski: L'indagine previa (S. 169-211); VIII) Lo svolgimento del processo (cc. 1720-1728): 1) V. De Paolis (Pont. Univ. Urbaniana, Rom): Il processo penale amministrativo (S. 215-234); 2) Z. Suchecki (Pont. Univ. Lateran., Rom): Il processo penale giudiziario (S. 235-277); IX) J. Syryjczyk (Univ. "Card. Stefan Wyszynski", Warschau, Polen): Alcune garanzie di una giusta inflizione delle pene nel Codice di Diritto Canonico del 1983 (S. 279-295); X) C. G. Fürst (Univ. Freiburg, Deutschland): "Procedura nell'infliggere le pene" nel CCEO (S. 297-323); XI) V. Palestro (Apost. Rotae Romanae Trib., Rom): Le sentenze penali della Rota Romana (S. 325- 364); XII) B. E. Ferme (Pont. Univ. Lateran., Rom): Graviora delicta: the apostolic letter m. p. Sacramentorum sanctitatis tutela (S. 365-382); XIII) F. Pérez-Madrid (Univ. d. Navarra, Pamplona, Spanien): Derecho administrativo sancionador en el ordenamento canónico (S. 383-412). Eine von C. G. Fürst erstellte Synopse CIC-CCEO/CCEO-CIC (S. 413-416) sowie eine von Z. Suchecki zusammengestellte Bibliographie (S. 417-447) schließen die Ausführungen ab.

Zentralstück sind die Darlegungen zum konkreten Verlauf des Prozesses. Bezüglich des Rechtes der Lateinischen Kirche gliedern sie sich in drei Teile:  die Voruntersuchungen (von A. Mizinski); der administrative Strafprozess (von V. De Paolis); der gerichtliche Strafprozess (von Z. Suchecki). Ausführlich werden hier die Bestimmungen des Codex Iuris Canonici von 1983, can. 1717-1728, erläutert (S. 169-277). Bezüglich des Rechtes der Ostkirchen werden in zusammengefasster Form (von C. G. Fürst) die Strafprozessnormen des Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium von 1990, can. 1468-1485, dargestellt (S. 297-323).

Die anderen Beiträge behandeln darüber hinaus einzelne wichtige Aspekte des kanonischen Strafprozesses. Dabei geht es vor allem darum, dass dem straffällig gewordenen Gläubigen das Recht auf Verteidigung und auf einen normengerechten Prozess garantiert wird.

Kardinal Zenon Grocholewski, Präfekt der Kongregation für das Katholische Bildungswesen, hat dem Ganzen ein Vorwort vorangestellt (S. 5-9). Darin betont er, dass die beiden Codices sich auf die Ausführungen des II. Vatikanischen Konzils stützen. Wörtlich fügt er sodann hinzu: „Soll eine Strafe verhängt oder erklärt werden, kann nie von der moralischen Sicherheit abgesehen werden. Dem Erwerb dieser Sicherheit, die objektiv sein muss, muss vorausgehen: a) die Sammlung der Beweise mit der erforderlichen Behutsamkeit, damit ihnen Beweiskraft zukommt; b) die Diskussion eben der Beweise mit c) der angemessenen Verteidigungsmöglichkeit aufseiten des Angeklagten. Gerade darin besteht das Wesen des gerichtlichen Strafprozesses“.

Das Werk ist ein wichtiger Beitrag zur Kenntnis und zum Verständnis der Gesetzgebung zum kirchlichen Strafprozess. Suchecki gebührt für seine Mühe Dank. Auch der Verlag verdient Lob für die geschmackvolle Ausstattung des Bandes. Den Einband schmückt ein trefflich gelungenes Foto der Petrusstatue in der Lateranbasilika.


 
 
 
 
 
 
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